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Handbuch der dentalen Fotografie | Verlag Neuer MerkurDas Schöne am deutschen Buchmarkt ist, dass jede nur denkbare Sparte abgedeckt ist. So auch die der ästhetischen Fotografie von Zähnen, wie dieses Buch belegt (es gibt noch eins von Wolfgang Bengel, bei Quintessenz erschienen, in ähnlicher Preisklasse). Ganz richtig verweist Peter Hänssler vom Verlag Neuer Merkur im Vorwort darauf, dass es zum richtigen Umgang mit Kamera und Computersoftware bereits genügend Fachliteratur gibt, weshalb man darauf verzichte, hier mehr als nur »die Grundkenntnisse« aufzuzeigen, »über die der Hobbyfotograf wie auch der Profi Bescheid wissen sollte«.

Schwerpunkt des Buches sei das – Achtung Selbstlob – »hervorragende Bildmaterial«, das anhand »guter und weniger guter Beispiele« – Selbstlob kompensiert? – »den oft kompliziert erscheinenden Weg aufzeigt, die gewünschten Motive und kreativen Ideen in optimaler Form zu verwirklichen«. Tatsächlich, auch die traditionell handwerkliche Disziplin der Zahntechnik lässt Platz für Kreativität. Weiter geht’s im Vorwort: »Die zahlreichen Beispiele der« – erneutes Selbstlob – »sehr ästhetisch präsentierten zahntechnischen Arbeiten können als Vorlage [...] dienen, um die Zusammenarbeit von Zahntechniker, Zahnarzt und Träger des Zahnersatzes zu unterstützen und zu erleichtern.«

Doch bei aller Spöttelei, das Selbstlobvorwort des Herausgebers ist gerechtfertigt: das Buch ist in der Tat ästhetisch sehr gelungen. Dank eines übersichtlichem, leicht lesbarem Schriftbild, und – wie mein Mann als Zahnmedizinstudent legitim behaupten darf – sehr guten Fotos. Überraschend sympathisch in dem sonst sehr nüchtern und pragmatisch geschriebenen Buch ist die freimütige Widmung von Matthias Steinhauser (Zahntechniker) an seinen »lieben Schatz Anita, schon allein deshalb, dass es sie gibt und dafür, dass sie immer für mich da ist«.

Er und seine Co-Autoren Wilfried Mautner (Diplom-Betriebswirt) und Wolfgang Weisser (Zahntechnikmeister) widmen daraufhin gemeinsam ihr erstes Kapitel der Kamera, auch analog, aber mit Schwerpunkt auf der Digitalfotografie. Die Kameraeinstellungen lernt der Leser in Kapitel zwei (Belichtung, Weißabgleich etc.). Kapitel drei bemüht sich um die Ausrüstung (Objektive, Filmmaterial, etc.), in Kapitel vier und fünf erklären die Bearbeitung der Bilder am PC. Anfängergerecht wird hier alles aufgezählt, worauf zu achten ist: wie groß sollten Festplatte und Arbeitsspeicher sein, welche Maus eignet sich, lohnt sich ein Grafiktablett? Erklärt werden u.a. die Datenformate von JPEG bis RAW, die Auflösung und die Bearbeitungsmöglichkeiten.

So weit also oben erwähnte »Grundkenntnisse«, deren Erklärungen von dentalen Abbildungen begleitet werden. Mit Kapitel sechs und Seite 169 von ca. 300 Seiten beginnt der Schwerpunkt: die angewandte (dentale) Fotografie mit den Unterkapiteln Sach-, Makro- und Mundfotografie, sowie weitere Bereiche, Verbesserungsvorschläge und Schnittbilder. Im Anhang ab Seite 187 ist ein Lexikon fotografischer Fachbegriffe untergebracht.

Ich kann mich von hier an nur noch wiederholen: sehr angenehm zu lesen und attraktiv gestaltet. Die Texte sind leicht verständlich, wenn auch stilistisch nicht immer ganz ausgefeilt. Die Fotos, die hier ja im Vordergrund stehen, sind Beispiele von gelungenem Fotohandwerk. Gewiss ein Buch, das jedem lernwilligen Zahntechniker Freude bereitet.

Ästhetische, kreative Zahntechnik!

Deutscher Zahnärzte Kalender 20082008, ein neues Jahr, auch für Zahnärzte. Der Jahresbeginn liegt – zugegeben – schon eine Weile zurück, aber für dieses Jahr gibt es den neuen Zahnärzte-Kalender, das neue Jahrbuch, das auch dieses Jahr nicht aus leeren Seiten zum Termine eintragen besteht, sondern vor allem aus Artikeln zur aktuellen zahnmedizinischen Forschung.

Etwas dünner als 2007 ist der Kalender, umfasst 34 Seiten weniger. Das Vorwort als Herausgeber hält wieder Prof. Dr. Heidemann von der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität. »Anklagende Worte« richtete er letztes Jahr an Politik und Gesellschaft, die (zahn)ärztliche Burn-Out-Syndrome nicht verzeihten.

Diesmal bezieht er sich auf seine Ansprache vom Jahr 2003, in der er ausgesprochen hat, dass Zahnärzte sich als spezialisierte Ärzte sehen sollen, als Fachärzte quasi – während heute die Spezialisierung, die postgraduale Fort- und Weiterbildung der Zahnärzte selbst im Vordergrund stehe und Zahnärzte somit zu Fachzahnärzten werden. Die jungen Zahnärzte meint er damit, deren Fokus sich von den Einzelpraxen zu Praxiszentren verschoben habe, in denen mehrere Fachzahnärzte interdisziplinär zusammenarbeiten.

Alles führt demnach zum Stichwort Spezialisierung. Was auch dem Inhalt des Zahnärztekalenders 2008 entspricht: Info zum Speziellen Wissen, Qualitätssicherung desselben und die üblichen Kategorien, die drei Thementeile »Wissenschaft & Fortbildung«, »Praxis & Produkte« sowie »Adressen & Kalender«. Fünf ausführliche, bebilderte Aufsätze zur aktuellen Forschung, darunter die Entwicklungen der Implantologie, Biofilm-Management in der Kariesprävention und forensische Zahnmedizin. Auch die Bücherschau aktueller Publikationen und die Liste deutscher Fachzeitschriften ist weiterhin vorhanden, ebenso wie die Tabellen und Statistiken – die diesmal u.a. das Zahnärzteeinkommen seit 1980 vergleichen und einen empfindlichern Abwärtstrend nachweisen.

Im Kapitel »Praxis & Produkte« sind ebenfalls fünf Aufsätze untergebracht, Im letzten Thementeil »Adressen & Kalender« sind u.a. die Unikliniken, Institute, Verbände und Dentalfirmen aufgelistet sowie der Tagungskalender 2008, der dieses Buch eigentlich erst zu einem »Kalender« macht.

Wie bereits im Vorwort angekündigt, sind die Tendenzen dieses Kalenders interdsziplinär und weiterbildend, weshalb der Kalender – neben den erfahrenen, berufstätigen Zahnärzten – für Berufseinsteiger und Studenten vor der Wahl der Doktorarbeit besonders geeignet ist.

Forschungsaufsätze, Adressen und Termine

Spachführer Medizin EnglischMeine erste Frage: ist das jetzt ein Sprachführer für Mediziner im Ausland, oder – wesentlich wahrscheinlicher, zugegeben – für Touristen, die ihre Krankheitssymptome in englische Worte fassen müssen. Der erste Stichpunkt auf dem Umschlag stellt es klar: »Der handliche Sprachführer Medizin für alle, die sich bei medizinischen Problemen im englischsprachigen Ausland verständigen wollen«.

In blutroter, krakeliger Schrift (sinnbildlich geschrieben von einem Urlauber in den letzen Atemzügen?) sind die Kapitel in Form der vier Sammelpunkte erkrankter Touristen aufgeführt: Beim Arzt, Beim Zahnarzt, Im Krankenhaus und In der Apotheke, von denen das erste Kapitel – weil im Urlaub wohl am meisten frequentiert – das umfangreichste ist. Auf 84 Seiten sind Standardsätze samt Lautschrift vorhanden, sowohl zum selbst Formulieren (”I’m as fit as a fiddle!”) als auch, um den Mediziner zu verstehen (”are your bowel movements regular?”).

Die nächsten 100 Seiten beherrbergen ein themenspezifisches Wörtbuch Englisch – Deutsch und umgekehrt, um Begriffe wie “watery discharge”, “sexual intercourse” oder “catfish sting” zu enträtseln. Im Anschluss sind gängige Abkürzungen (wie man sie z.B. auf Rezepten findet) untergebracht, auch eine kleine Liste unregelmäßiger Verben darf nicht fehlen. Schließlich folgt – auf allerletzter Seite und nach einigen Adressen und Norufnummern – ein Zeigebild, u.a. für verbrannter Rücken und Schlangenbiss, falls jede andere Kommunikation unmöglich ist.

Zweifellos: der Langenscheidt Spachführer Medizin Englisch gehört, gemeinsam mit dem Handlichen Reisewortschatz »Alle wichtigen Sätze für die typischen Gesprächssituationen im Urlaub« und dem Flirt-Sprachführer Englisch »Nie wieder abblitzen im Urlaub!« (mit Zeigebild für “sexual intercourse”?), in jedes Reisegepäck!

What is your fee? – Get well soon!

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