27. November 2007 | drucken
Ein pragmatischer Titel. Arzneimittel: darum geht’s hier. Pocket: klein ist das Buch und passt in die Tasche. Plus: es hat nicht nur mehr Wirkstoffe und Handelsnamen als die Ausgabe ohne das “Plus” im Titel, es hat auch noch einen extra Therapie-Teil! 2008: klar – es gilt für das Jahr 2008 (”mindestens haltbar bis Dezember 2008″).
Konkret sind hier die Inofs aus den Büchern Arzneimittel pocket und Arzneimittel Therapie pocket zu einem Buch zusammengefasst, wodurch ein Zugang über die Arzneimittel oder aber über die klinischen Krankheitsbilder möglich wird. Neu sind in der vierten Auflage die Impfstoffe und Immunglobuline sowie die Inhalationsanästhetika im Arzneimittel-Teil, die Antidot-Therapie im Therapie-Teil sowie als Zusatzinformation die “Kinder-Positiv-Liste” mitArzneimitteln, die in der Pädiatrie zugelassenen sind.
Im Inhaltsverzeichnis sind beide Teile sehr übersichtlich aufgelistet, ein A bis Z Register im Anhang ermöglicht eine Stichwortsuche. Beide Teile weisen eine ähnliche Kapitelstruktur auf: sie beginnen mit dem Stichwort Notfall, im ersten Teil sind hier die entsprechenden Medikamente zu finden, im zweiten Teil die Therapiemaßnahmen – mit Querverweis zu den Medikamenten.
Strukturell sehr gut aufgebaut, bleibt auch noch Platz für praxisinterne Rufnummern, einen kleinen Kongress- und einen Monatskalender des Jahres 2008 und die Schulferien der Bundesländer. Stabil ist es das Buch – und mit nur 250g bei knapp 650 Seiten auch noch unheimlich leicht. Ein perfektes Helferlein.
Problemloses Nachschlagen dank Querverweisen
4. November 2007 | drucken
Der Medizinische Fachangestellte, bis August 2006 noch Arzthelfer genannt (ganz ähnlich wurde der Kindergärtner zum Erzieher), tragen vor allem für einen reibungslosen Praxisbetrieb Sorge. Es gilt, Termine zu vereinbaren, Texte zu verarbeiten, Praxisabläufe zu organisieren. Aber auch die Durchführung von Laborarbeiten gehört dazu, der MFA muss mit Arzneimitteln umgehen können, medizinische Fachwörter anwenden und erste Hilfe leisten. Ein weiteres Kapitel der Ausbildung ist das Gebiet Anatomie, Physiologie und Pathologie.
Es gilt, Aufbau und Funktion des Körpers, des Gewebes und des Bewegungsapparats beschreiben zu können, dasselbe für die Organe und Organsysteme und wesentliche Erkrankungen. Beim Lernen dieses anspruchsvollen Ausbildungskapitels hilft das gleichnamige Buch von Astrid Schumacher. Es gliedert die elementaren Lebensvorgänge der Organsysteme in Lernfelder und möchte so das komplexe System des Menschen schrittweise und unkompliziert darstellen.
Zehn Lernfelder reichen über Im Beruf und Gesundheitswesen orientieren: Was ist Medizin? und Zwischenfällen vorbeugen und in Notfallsituationen Hilfe leisten. Schließlich werden in Lernfelder übergreifend u. a. Grundlagen der Arzneimittellehre und der medizinischen Fachsprache vermittelt.
Optisch kühl und kalkuliert, in einem fettigen Standard-Schulbucheinband gefasst, verspricht das Buch zunächst viele Stunden mühevollen Lernens. An dem kommt man vermutlich auch nicht vorbei. Aber Frau Schumacher gelingt es, anhand zahlreicher Schaubilder und Merkkästen den ohnehin sehr einfach geschriebenen Text aufzulockern.
Auch als sehr angenehm empfinde ich die dunklere Farbe des umweltfreundlichen Papiers – schwarz gedrucktes Prüfungswissen auf gleißendem Weiß schmerzt in den Augen. Der Text ist groß genug um im augenfreundlichen Abstand gelesen zu werden, Absätze und Zwischenräume sorgen dafür, dass keine Seite zu überladen wirkt. Insgesamt erfüllt es den Anspruch – es ist ein anschauliches, leicht verständliches Schritt-für-Schritt-Lehrwerk.
Unkompliziert und übersichtlich: Grundlagen der Medizin für MFAs
29. Oktober 2007 | drucken
Ich mag Herausgeber, die sich kurz fassen. Gerade bei Wörterbüchern. Stephan Dressler tut dies und gibt den Lesern nur folgende pragmatischen Worte auf den Weg: »Aufgabe [...] ist es, zuverlässige Übersetzungen der aktuellen medizinischen Fachausdrücke zu geben, verbunden mit Kurzdefinitionen der wichtigsten englischsprachigen Stichwörter, um damit dem Benutzer den Umgang sowohl mit der englischen als auch mit der deutschen Fachsprache zu der Medizin zu erleichtern. Ein zweisprachiges Wörterbuch ist keine Enzyklopädie der Medizin und kann einschlägige einsprachige Lexika nicht ersetzen.«
Und was gibt es jetzt an einem Wörterbuch noch zu sagen, außer, dass es wie hier medizinische Begriffe mal von Englischen ins Deutsche und dann vom Deutschen ins Englische übersetzt? Nicht jeder weiß, dass auch für die Gestaltung von Wörterbüchern Graphiker engagiert werden, die dem Benutzer ein einfaches und überschauliches Arbeiten ermöglichen sollen. In diesem Falle wird auf Farben und Schriftarten verzichtet – stattdessen werden die Stichworte klassisch durch Fett-, Kursivschrift und Einrückung von ihren Übersetzungen abgegrenzt.
Der Kernbestand der Stichwörter stammt aus den Gebieten der klinischen und praktischen Medizin. Außerdem enthalten sind medizinisch relevante Stichwörter aus Grundlagenfächern und Nachbargebieten wie der Pharmakologie und Biotechnologie. Nicht berücksichtigt wurden hingegen andersprachige Stichwörter (wenn sie in der deutschen oder englischen Terminologie identisch verwendet werden).
Interessant an einem Wörterbuch sind noch die Extras: Anhang I beinhaltet Medizinische Abkürzungen, Anhang II die SI-Einheiten in der Medizin. Schön klein und leicht ist das Wörterbuch, passt in die Kitteltasche und ist auch im Gewicht keine Belastung. Alles, wie es sein soll.
Medizinisches Englisch für Studenten und Fachjournalisten!