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rera-za1.jpg»Dieses Buch ist für Zahnärzte geschrieben. In laienverständlicher, übersichtlicher und sehr pragmatischer Weise wird über die wichtigsten rechtlichen Problemfelder in einer Zahnarztpraxis informiert«.
So steht es in der Inhaltsangabe des Rechtsratgebers. Drei Dinge, die ein hervorragendes Buch auszeichnen: einfach, übersichtlich, pragmatisch. Ist es das wirklich?

In seinem Vorwort wiederholt Autor Wieland Schinnenburg (prädestiniert: Zahnarzt, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Medizinrecht) diese Aussage noch konkreter: »dieses Buch ist für Zahnärzte geschrieben, nicht für Juristen«. Daher also das »laienverständlich«. Er empfiehlt für sein Buch eine gezielte Nutzung, das heißt der Zahnarzt sollte das betreffende Kapitel lesen, sobald er diesbezüglich eine Entscheidung treffen muss. Auch macht darauf aufmerksam, dass dieses Buch in schwierigen Fällen eine fachliche Beratung nicht ersetzen kann.

Der Ratgeber hat ganze 18 Kapitel, die ich natürlich nicht alle nennen werde (aus Platzgründen), nur einige Themen: welche Werbung kann der Zahnarzt schalten? Worüber muss aufgeklärt werden? Welche Besonderheiten bei der Behandlung von Kindern und Ehepartnern zu beachten? Auch mit dabei sind: Haftung (Schmerzensgeld, Beweislast etc.), Strafrecht, Wirtschaftlichkeitsprüfungen, Abrechnung von Privatbehandlungen, die Miete, das Arbeitsrecht, der Verkauf der Praxis und zuletzt das Steuerrecht.

Abschließend muss ich Herrn Schinnenburg absolut Recht geben: er hat sein Buch tatsächlich sehr einfach, übersichtlich und pragmatisch geschrieben. So wird es auch seinem Wunsch, dass Zahnärzte mit der Hilfe des Buches »einige juristische Stolpersteine in ihrem Berufsleben umgehen und ihre Energie auf die Behandlung ihrer Patienten konzentrieren können« gerecht.

Recht für den Zahnarzt: einfach, übersichtlich, pragmatisch!

wa-ist-mensch.jpgMichael Pauen stellt auf dem Umschlag seines Buchs die Frage, die sich bereits Immanuel Kant stellte: ‘Was ist der Mensch’? Ein Buch, dessen Umschlag ein Gehirn in seiner vollkommenen Unästhetik abbildet (wer will schon ständig daran erinnert werden, wie er unter der Kopfhaut aussieht?) und kartographiert, ist nicht für jedermann die richtige Einschlaflektüre. Schon gar nicht, wenn es mal wieder darum geht, die Existenz des eigenen Ichs anzuzweifeln.

Aber man kann beruhigt sein: Pauen, Professor für Philosophie in Magdeburg, will – im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen – seine Leser nicht ungebremst auf die Erkenntnis stoßen, weder Selbstbewusstsein noch Willensfreiheit zu besitzen. Im Gegenteil: die heutige Hirnforschung und moderne Philsophie solle uns keine Angst machen, uns nicht unsere lebenswichtige Vorstellung des selbstbestimmten Daseins entreißen.

Zu diesem Zweck zitiert Pauen zunächst die diskutierenden Größen der Vergangenheit herbei, widerlegt in wenigen Sätzen den Mythos der Kopernikanischen Kränkung, berichtet von Descartes, Kant und Darwin und deren Einsichten und Lösungen des Selbstverständnisses. Im zweiten Teil beschäftigt er sich mit dem Bewusstsein, spezifischer dem Selbstbewusstsein und schließlich mit der Willensfreiheit und schließt beides mit empirischen Belegen sowie einem Fazit ab.

Am Ende erscheint seine Theorie der Nichtgefährdung des freien Selbstbildes als begründet – und dem Leser kann es recht sein. Und mir auch, denn was hätte die Selbstausbildung noch für eine Bedeutung, wenn der Mensch diese nicht freien Willens und selbstbewusst ausleben könnte? Spannende Populärwissenschaft, die bewusst die Geistes- mit der Naturwissenschaft verknüpft, logisch strukturiert und verständlich vermittelt.

Durch die philosophische Brille gesblickt

woerterbuch_med_fachbeg.jpgDas Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe wurde in Zusammenarbeit mit dem Thieme-Verlag konzipiert, Mediziner und Philologen haben die Artikel gemeinsam ausgearbeitet. Klingt nach einer vorbildlichen interdisziplinären Zusammenarbeit. “Das Standardwerk für Fachleute und Laien” steht auf der Vorderseite, womit das Buch den breiten Rahmen definiert, den es ansprechen möchte.

Das bringe natürlich eine “gewisse Schwierigkeit” mit sich. Diese scheinbare Diskrepanz kann wohl auch nicht mit simplen Worten erklärt werden: “dabei ist in erster Linie auf eine im Allgemeinen stark vernachlässigte Seite des Fachsprachenproblems hinzuweisen”. Auch wird betont, dass vor allem die Helfer (allesamt mit femininer Endung) der Ärzte (maskulin) es begrüßen werden, dank Lautschrift endlich zu wissen, wie man etwas ausspricht.

Die heutige achte Auflage jedenfalls umfasse den Grundwortschatz der medizinischen Wissenschaft – mit Berücksichtigung der angloamerikanischen Termini. Den Hauptanteil der Wortsammlung machen Begriffe der Anatomie und Nosologie (Krankheitslehre) aus. Das Lexikon beginnt mit einer ausführlichen Beschreibung der Aussprache und Wortherkunft, sowie Deklinationstabellen lateinischer Adjektive und Substantive. Es folgen, in alphabetischer Reihenfolge, die Begriffe.

Tatsächlich widmet sich dieses Lexikon im großen Maße dem sprachwissenschaftlichen Aspekt der Medizin – in farblich unterlegten Kästen wird immer wieder auf sprachliche Auffälligkeiten und Besonderheiten hingewiesen. Im Anschluss sind ein Verzeichnis medizinischer Abkürzungen und eine Laborwert-Tabelle aufgeführt, sowie – endlich was sinnvolles für Laien – auf vier Seiten Notmaßnahmen der Ersten Hilfe beschrieben.

Letzlich ist dies ein Lexikon für Fachleute, die im medizinischen Bereich arbeiten. Laien müssten schon über die Maßen “interessiert” sein, um aus diesem Buch ihren Nutzen zu ziehen (besser: Der Brockhaus Gesundheit). Ärzte und deren Helfer haben in diesem Buch ein gut durchdachtes Nachschlagewerk zur Schreibweise, Aussprache und Bedeutung grundlegender Begriffe.

35000 Stichwörter, Erläuterungen, Abkürzungen …

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