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Lexikon für Zahnmedizinische FachangestellteEs hat etwas bedrohlich Seriöses, wie es so daliegt, dabei nur so groß wie ein Taschenbuch. Wohl wegen der schulisch kalkulierten Umschlaggestaltung – plastisch hervorgehobene Buchstaben und Bilder auf der inoffiziellen Medizin-Farbe hellblau, eine Frau mit strengem Zopf, ein neutraler Mund hinter einer Tube Zahnpasta. Doch: Wer zahnmedizinischer Fachangestellter (ZFA) werden will, kommt an diesem Buch kaum vorbei.

Scheinbar genauso viele Fachwörter wie der Zahnmediziner muss auch der ZFA beherrschen, Grundkenntnisse in Latein sind da kein Fehler – und selbst wenn man Begriffe wie “Parotitis epidemica” oder “Rhaphe palationa” kennt und aussprechen kann, kommen dazu noch zahlreiche Abkürzungen wie GEK (Schwäbisch-Gemünder-Ersatzkasse!) sowie etliche Vor- und Nachsilben.

Größere Gebiete werden innerhalb von Tabellen dargestellt (wie die Röntgen-Begriffe). Abbildungen sind nur vorhanden, wenn sie zum Verständnis von Nöten sind – entsprechend wenige sind es. Das jeweils erste und letzte Stichwort der Doppelseite ist oben am inneren Blattrand platziert, was das Suchen etwas erschwert. Da die Begriffe knapp aber ausreichend erklärt sind, passen auf 311 Seiten über 4.000 Stichworte – mehr bieten die Konkurrenz-Werke auch nicht.

Zweckdienlich schlicht, günstig im Preis und reichhaltig im Inhalt – zumal die Begriffe nicht nur übersetzt, sondern auch unmissverständlich erklärt werden.

Damit’s mit dem Zahnarzt klappt!

Deutscher Zahnärzte Kalender 2007Anklagende Worte findet der Herausgeber Prof. Dr. Heidemann in seinem diesjährigen Vorwort, gerichtet an Politik und Gesellschaft, die (zahn)ärztliche Burn-Out-Syndrome nicht verzeihe. Als gutes Gegenmittel für engagierte Zahnärzte erweise sich allerdings die Fortbildung – vor allem für jene alten und neuen Themen, die in der Zukunft eine immer größere Rolle spielen werden.

Wann und wo Fortbildungen stattfinden verrät der Kalender ebenso, wie er auch jene Entwicklungen der letzten Monate und Jahre beschreibt – in dem ersten seiner drei großen Teile, der “Wissenschaft & Fortbildung”. Verschiedene Zahnmediziner berichten in Wort und Bild über ihre Beobachtungen und Ergebnisse. Aktuelle Publikationen werden genannt, nach Thema geordnet und auch von Fremdverlagen, ebenso wie die Bezugsquellen der Fachzeitschriften. Interessant sind auch die Graphiken, die u.a. die Zahnärztedichte der Bundesländer oder die Einkommensentwicklung im Vergleich zu anderen medizinischen Berufen zeigen.

Im Kapitel “Praxis & Produkte” berichten Zahnmediziner von Richtlinien und Entwicklungen in der Praxis, neue Behandlungserkenntnisse und Anregungen werden mit reichlich Bildmaterial unterlegt. Das Letzte Kapitel, “Adressen & Kalender”, spricht für sich und listet deutsche, österreichische und schweizerische Universitätskliniken, Institute, Verbände, Berufsvertretungen und Dentalfirmen auf. Ganz am Schluss folgt denn auch ein Tagungskalender, der zweispaltig links die Monatstage und rechts die entsprechend dazu stattfindenden Termine aufzeigt.

Gerade auch für Studenten und Einsteiger ins Berufsleben ein ideales Werk, um über neuste Entwicklungen auf verschiedenen Gebieten informiert zu werden – und eine Übersicht davon zu bekommen, wo interessante Themen nachgelesen oder auf Tagungen und Fortbildungen erlernt werden können.

Ich suche einen Begleiter durch mein zahnärztliches Jahr!

Zahnärztliche PropädeutikEine Propädeutik stellt die Vorkenntnisse zu einem wissenschaftlichen Studium dar, quasi eine Einführung in die Einführung, für zukünftige Studenten. Wer nun also eine Zulassung zum Zahnmedizinstudium hat, findet bald auf seinem Studienplan Kurse, deren Namen kennzeichnend mit “Erkennen von …” “Erlernen des …” oder “Theoretisches Wissen über …” beginnen. Es zahlt sich aus, sich spätestens jetzt mit einer Einführung in das was da komme zu beschäftigen.

Das Buch “Zahnärztliche Propädeutik” führt den Studenten in die praktische Basis der Zahnheilkunde ein, macht ihn mit den Begriffen und Praktiken vertraut und liefert schließlich die entsprechende Theorie zum Unterricht.

Zu Beginn wird der Aufbau und die Funktion des Kausystems erklärt, es folgt die Ätiologie, Prophylaxe und Therapie des Zahnhalteapparates und Zahnhartsubstanzen sowie die Therapie bei Zahnverlust. Übergeordnete Kapitel weisen jeweils eine Einführung in die Thematik auf und teilen sich wiederum in einzelne Unterkapitel. Die farbliche Gestaltung ist klassisch und kosteneinsparend schwarz / blau gehalten.

Gute Übersichtlichkeit zeichnet das Lehrwerk besonders aus. Merksätze sind klar hervorgehoben, relevante Stichworte sind in einem blauen Kasten links neben dem Text nachzulesen. Die Graphiken sind klar und pragmatisch, der Textteil verständlich – und er vergreift sich nicht allzusehr im wissenschaftlichen Jargon. Das macht das Buch zu einer Pflichtlektüre für den wissbegierigen Neustudenten, am besten schon vor Vorlesungsbeginn – gut vorbereitet zu sein schadet nie.

Ich bin Erstsemsestler! Was studiere ich da?

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